2017

Oktober 2017
Ein Ausflug bei aufgehender Sonne bringt immer Überraschungen.
Zunächst macht wieder einmal der Nebel einen Strich durch die klare Sicht des Objektives der Kamera. Doch er gibt den Kampf gegen die Kraft der aufgehenden Sonne schnell auf. Der freie Blick über die Weite der Elbewiesen lässt die Freude auf AugenBlicke schnell schwinden. Die Füchse kommen in der Ferne aus ihrem Versteck und gehen auf Mäusejagd. Zu weit, um klare Bilder mit die Kamera zu erhalten.
Weiter gehts in den nahegelegenen Wald, auf der Suche nach dem Tier, das uns über dem Weg läuft.
Klare Luft und Vogelstimmen lassen den Ausflug auch ohne Tiermotiv vor der Kamera zur Erholung werden. Vorsichtig geht mein Schritt weiter zur nächsten Lichtung. Vielleicht wartet dort ein tierisches Erfolgserlebnis?
Ein zaghafter Pfiff lässt mich zurückeilen. "Dort ist was in der Schonung, ein Waschbär!" sagt mein Mann.
Ein Waschbär? Ich sehe nur ein Auge und ein Ohr. Dieses Fellbündel presst seinen Körper immer mehr auf den Waldboden. Jetzt zeigt sich wer den längeren Atem hat. Die Kamera auf die Fellkugel ausgerichtet vergeht so einige Zeit. Endlich wird er mutig, hebt seinen Kopf und tritt im selben Moment die Flucht an.
Das war mein erster Waschbär, den ich in der freien Natur gesehen habe.