2018

August 2018
Rotmilan - mit Eleganz fliegt er über eine Weidefläche auf der Suche nach einem leckeren Bissen.

August 2018
Schwarzmilan - Spitzentanz einmal anders.

Juni 2018
Rotmilan, Schwarzmilan, zwei Bussarde
AugenBlicke mit Herzklopfen bis zum Hals. Einfach nur die Luft anhalten und genießen.


Für jeden Milan-Fan ein Erlebnis der besonderen Art.

2017

Juni 2017

Das Rotmilan-Pärchen ist wieder kreisend am Himmel zu sehen. Auch in diesem Jahr möchten sie ihren Nachwuchs im Horst der letzten Jahre großziehen.

Der Rotmilan-Papa duldet meine Nähe an den hohen Bäumen. Ob er mich bereits kennt oder ist es Zufall? In diesem Jahr fallen mir besonders fehlende Federn an den Schwingen auf.

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„Die fehlenden Schwungfedern sind Mauserlücken. Greifvögel werfen in der Mauser nicht alle Schwungfedern mit einmal ab (wie z.B. die Enten), sie müssen ja flugfähig bleiben. Sie werfen während der Brut und Jungenaufzucht diese Federn einzeln ab (beidseitig). Wenn sie nachgewachsen sind, wird die nächste abgeworfen. Bis zur großen Reise beim Wegzug zum Winterquartier ist dann das Gefieder der Flügel wieder vollständig erneuert.“ Dr. Uwe Zuppke
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Doch bis die Schwungfedern wieder nachgewachsen sind, kommt bei mir Freude auf, sobald ein Rotmilan mit fehlenden Federn am Himmel zusehen ist. Heute kreist ein Rotmilan über unserem Haus. - Ob es ein Rotmilan aus dem Horst bei den hohen Eichen ist? Ich bilde es mir ein und ich bin glücklich darüber.

Auch in diesem Jahr ist Nachwuchs im Horst. Bisher konnte ich zwei neugierige Jungtiere erkennen.

Heute Morgen hab ich sie wieder besucht. Die zwei Kleinen sind beim Flugversuch. Die Schwingen müssen trainiert werden. Leider hat mich die Rotmilan-Mama von weitem gesehen und sofort Alarm geschlagen. Schade. Somit ist mir das letzte Bild vom fliegenden Rotmilan-Nachwuchs verwehrt geblieben.
Ich lasse sie allein und wünsche viel Glück. Vielleicht sehe ich sie bald mal wieder - hoch oben am blauen Himmel.


2016

Ob der Rotmilan auch in diesem Jahr seine Jungen in der Nähe aufzieht? Hoch oben sitzt er. Der Größe nach, könnte es der Milan-Papa aus dem Vorjahr sein.

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2015
Bei meinen Ausflügen in die Natur, bin ich auf das Treiben am Himmel aufmerksam geworden. Seit Anfang März ist es bereits wieder zu hören, das Pfeifen hoch oben über unseren Köpfen. Der Rotmilan ist aus seinem Winterquartier zurück. Majestätisch kreist ein Pärchen am Himmel und lässt sich in den Baumwipfeln nieder.
In einer Baumkrone, weit oben, ist ein Geflecht aus Geäst zu erkennen – ein Horst. In den vergangenen Tagen wurde der Horst mit vertrocknetem Laub aus dem Vorjahr und Lumpenfetzen abgepolstert.
Das Rotmilan-Weibchen hat es sich bereits darin bequem gemacht. Die Brutzeit hat begonnen. In der Eiche daneben sitzt das Männchen und hält Wache. Mit scharfem Blick beobachtet er mich. Jede schnelle Bewegung von mir könnte ihn jetzt vertreiben. Lange treffen sich unsere Blicke. Ob er merkt, dass ich es gut mit ihm meine? Ich lasse es darauf ankommen und nehme meine Kamera zur Hand. Das Klicken des Auslösers erscheint mir wie lauter Donner. Geschafft, das Bild ist im Kasten. Das Männchen hat seinen Wachposten nicht verlassen.
Vorsichtig ziehe ich mich zurück und lasse die Zwei allein. Wenn das Paar Nachwuchs bekommen hat, führt mein Weg sicher wieder zu der hohen Erle mit dem liebevoll bewachten Horst.

In den letzten Wochen zog es mich wie magisch zum Rotmilan-Paar. Der Horst ist längst fertig - das Weibchen brütet noch.
Ein Untermieter lässt sich am Horst beobachten. Ein Feldsperlingspaar nutzt den großzügigen Horst für die eigene Behausung. Ist das klug sich beim Fressfeind einzunisten?

Von morgens bis abends ist das Männchen auf Futtersuche. Dann setzt es sich in einen Nachbarbaum und gönnt sich eine Ruhepause. Beinahe jeden Abend das gleiche Bild. Heute brütet das Weibchen nicht, sondern sitzt auf einem Ast daneben. Schön und elegant ist sie anzusehen. So offen hat sie sich noch nie gezeigt. Was ist passiert? Hab ich mich zu früh auf die Kleinen gefreut? Nein. Ein weißes Büschel bewegt sich im Horst. - Das Rotmilan-Pärchen hat Nachwuchs bekommen. Selbst Regen kann mich nicht daran hindern, diese kleine Familie für wenige Minuten zu besuchen.
Wenn das Weibchen nicht auf Futtersuche ist, sitzt sie auf ihrem Beobachtungsposten. Mein Interesse an ihrem Nachwuchs gefällt ihr überhaupt nicht. Sie streckt ihre Schwingen aus und segelt mit ihrer gewaltigen Spannweite unmittelbar über meinem Kopf hinweg, zum Greifen nahe. Vor Aufregung macht sich Gänsehaut breit. - Was für ein prachtvoller Vogel. Ihre Warnung hab ich verstanden. Für mich ist der Kurzbesuch somit für heute beendet.
An den kommenden Abenden ist keine Bewegung im Horst zu sehen. Das Weibchen ist auf Futtersuche, das Männchen beobachtet mich wie immer. Doch was ist das? Auf dem Ast daneben sitzt ein weiterer Milan! Ein Lächeln huscht über mein Gesicht und will nicht mehr weichen. Vor Freude könnte ich schreien, aber ein Luftsprung muss genügen. Das kleine weiße Büschel, welches vor drei Wochen im Horst zu sehen war, ist bereits flügge! Ist der Horst nun leer? Nein! Gerade hebt sich eine kleine Schwinge. Im Horst ist noch ein Milanküken. Schon wenige Tage später steht fest, das Rotmilan-Pärchen hat nun drei Junge zu versorgen.
Bei einem meiner Besuche ist meine kleine Enkeltochter dabei. Wir haben Glück. Die Rotmilan-Mama kreist über uns, der Rotmilan-Papa sitzt mit einem Jungvogel in einer Baumkrone. Auch ihre Augen strahlen, als sie die großen Vögel entdeckt. Hab ich sie mit meiner Liebe zur Natur anstecken können?
An den folgenden Tagen herrscht reges Treiben über den hohen Eichen. Die Jungvögel trainieren regelmäßig ihre Schwingen. Laut schreiend geben sie ihre Flugerfolge kund. Gern wüsste ich was sie rufen. „Weg da, ich komme!“ oder „Hurra ich fliege!“ ? Ihre Flüge sehen noch holprig und unbeholfen aus. Die Landungen ähneln eher einem Zufallstreffer. Doch von Mal zu Mal zeigen sie, welche Flugkünstler der Lüfte sie werden. Nur so und mit viel Glück werden sie in dieser Welt überleben können.

Der Horst ist nun leer. In der Ferne sehe ich Milane am Himmel. Eine Frage kommt auf: „Sind es die Rotmilane aus meinem Horst?“ Mit Wehmut bedanke ich mich bei den fünf Rotmilanen, die ich drei Monate lang besuchen durfte, und hoffe, sie auch im kommenden Jahr wieder im Wörlitzer-Winkel begrüßen zu können.